Zwei essentielle Fragen für mein Leben

Zwei Fragen für mein Leben

Ich habe heute zwei Fragen aus dem Trainings-Programm “Planet Backpack” von Conni Biesalski beantwortet, die mir einige Erkenntnisse über mein Leben und das, was ich mir von ihm erhoffe, offenbart haben. Diese Fragen bzw. Meine Antworten darauf sind zwar recht persöhnlich, doch inspiriert von Connis Offenheit, der damit verbundenen (zumindest potentiellen) Verwundbarkeit, aber auch aufgrund der Spürbarkeit die damit einher geht, möchte ich meine Antworten auf diese Fragen hier mit Dir teilen.

Spüre doch einfach einmal in Dich hinein, wie Du diese Fragen beantworten würdest!

Viel Spaß und erleuchtende Momente… 😉

 

Die Fragen:

  1. Was ist deine größte Herausforderung zu einem ganzheitlichen, gesunden Digitalen Nomadenleben?
  2. Wie würde dein perfekter Tag aussehen?

 

Hier meine Antworten:

Was ist deine größte Herausforderung zu einem ganzheitlichen, gesunden Digitalen Nomadenleben?

Meine größte Herausforderung ist das Anhaften an Dinge und “bequeme Lebensumstände”. Ich bin nicht glücklich und ein unstillbares Fernweh brennt in meiner Brust. Doch da ich mit dem Motto “Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach” groß geworden bin, kostet es mich unglaubliche Überwindung Altes, Gewohntes und scheinbar Sicheres hinter mir zu lassen. Das bedeutet nicht, dass ich es brauche, es macht mich ja nicht einmal glücklich. Wenn ich auf Reisen bin, dann spüre ich das. Nicht nur ich selbst merke, dass ich dann ein ganz anderer Mensch bin. Doch am Ende empfinde ich doch immer das, was im Buddhismus als “Schmerz der Veränderung und des Wandels” bezeichnet wird und werde ängstlich und zögerlich. Ich weiß, dass der Wandel unaufhaltsam ist und immer wieder fühle ich mich wie einer, der im Offenen Meer treibt, doch anstatt einfach los zu schwimmen und nach Land zu suchen, kralle ich mich an einer Eisscholle fest, die doch unaufhaltsam schmilzt. Mag sein, dass der Schmerz des Anhaftens einfach noch nicht größer ist als der Schmerz der Veränderung. Mag sein, dass ich einfach noch nicht mutig genug bin. Oder sei es, dass ich große Erfolge zu kurz genieße und kleine Rückschläge überbewerte um mich durch sie entmutigen zu lassen… Vielleicht ist es aber auch so, dass ich zwar mit dem Herzen weiß, dass ich auf das Universum vertrauen kann, der Verstand dann aber doch immer mit einem „ja aber“ gewinnt…

Beispielsweise bin ich im Außen aktuell schon am Auswandern. Meine singhalesische Freundin und ich planen unsere Hochzeit auf Sri Lanka nächsten Monat und dann will ich „zeitnah irgendwann“ zu ihr ziehen. Aber dann kommt eben dieses „Ja aber… Hier hast Du ein Leben, welches zwar nicht glücklich macht, aber immerhin weißt Du was Du hier hast. Wie es da und dann wird weißt Du nicht!“, und ich vermeide ein Konkretes Datum zum Auswandern festzusetzen. Dabei weiß ich, dass dies mein Weg sein wird, denn auch wenn ich dort womöglich mit einem riesigen Knall auf die Fresse fallen könnte gehe ich hier doch langsam und schmerzvoll zugrunde.

Ach, fuck it! Während ich das hier schreibe, bemerke ich selbst wie lächerlich die ganze Kacke ist und habe meinem Aktuellen Leben hier und in dieser Form eine konkrete Ablauffrist gesetzt.

 

Wie würde dein perfekter Tag aussehen?

6:00h – Ich wache früh morgens ohne Wecker, ganz von alleine, mit dem Sonnenaufgang und einer grandiosen Soundkulisse der Natur auf (Vögel zwitschern, Affen schreien, Hunde bellen).

6:30h – Ich gehe runter an den Strand oder rauf auf einen Hügel mit Blick auf die Natur und/oder das Meer um meine Taiji-Form und Qigong zu machen und um zu meditieren.

8:00h – Ich sitze ich auf einer Veranda und frühstücke Obst. Dabei lasse ich / lassen wir es langsam angehen und neben Gesprächen genießen wir auch Momente in denen wir einfach nichts sagen, die Natur auf uns wirken lassen und z.B. die Tiere beobachten. Dabei wird mir ganz deutlich bewusst, was für ein geiles Leben ich doch habe und dass ich alles richtig gemacht habe.

9:00h – Abmarsch ins Büro bzw. einen Co-working-Place. Dort wird konzentriert gearbeitet, E-Mails beantwortet, an Projekten geschraubt oder konzipiert und gebrainstormt – mal mit anderen gemeinsam, mal alleine.

14:00h – „Do something different to think outside the box!“ – Zu dieser Zeit gehe ich Mal im Meer schwimmen, mal ins Spa oder mache irgendetwas, was ich noch nie gemacht habe. Einfach um den Kopf frei zu blasen, aus dem Tunnel raus zu kommen und frische Impulse zu bekommen.

17:00h – Essen! Ich bin Vegetarier (nicht Veganer 😉 …) und um diese Zeit gibt es singhalesisches Essen, Thai, orientalische, japanische, kreolische… Kost – je nachdem, wo ich mich grade befinde, landestypisch und in einem authentischen Ambiente (kein Schickimicki-Restaurant oder typisch deutsche Küche!).

18:00h – Zeit für Bildung. Lesen, Lernen, Üben, Tutorials, Recherche etc. Hin und wieder auch einen Vortrag halten (im Co-working-Place, beim örtlichen Club der Toastmasters oder via Internet ein Webinar geben).

21:00h – Tagesausklang mit Freunden, Familie und/oder ganz neuen Bekannten. Es brennen Fackeln oder ein Lagerfeuer und mal führen wir tiefgründige Gespräche, mal lachen und albern wir und mal lauschen wir einfach nur der Musik oder dem Klang der Natur.

00:00h – Zufrieden und mit einem fetten Grinsen in der Fresse liege ich im Bett, weil ich weiß, dass mein Leben geil ist. Kurz bevor ich einschlafe denke ich noch einmal die bevorstehende Reise, welche mich zwar nur temporär von meiner Homebase fort führt aber sicher aufregend und voller neuer Abenteuer sein wird.

 

Und was ist mit der Familie?

Ich bin mir darüber bewusst, dass von einer Frau nur wenig in diesem „perfekten Tag“ beschrieben wird. Doch sie ist da, unterstützt mich so wie ich sie unterstütze. Sie macht „ihr eigenes Ding“, hat aber einen ähnlichen Work- und Life-Style und kennt dieses Leben ebenso sehr und auf Augenhöhe.

Ob Kinder in diesem Plan vorkommen bin ich noch unschlüssig… Bemerkenswert, dass ich so nebensächliche Details wie Fackeln bzw. Feuer ganz klar sehe, mir bei etwas so wichtigem wie Kinder aber nicht sicher bin (weder sind sie definitiv anwesend noch klar abwesend)…

 

Einen großen Dank an Conni!

Ich bedanke mich bei Conni Biesalski für diese zwei tollen Fragen, die in mir durch die Beantwortung und vor allem das schriftliche Festhalten EINIGES bewegt und eine Menge Klarheit geschaffen haben.

Ich wünsche Dir einen wundervollen Tag, wo auch immer Du bist und was immer Du auch machst!

Love and Peace

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