Weiter geht die Reise!

Weiter geht die Reise

Einige Zeit ist es nun her, dass wir von SEOMs letzter Etappe auf seiner großen Weltreise berichtet haben. Doch nun ist es fast so weit. Nur noch knapp eine Woche bis sein neues Album “Sternenstaub” veröffentlicht wird, und das was man davon bisher schon zu hören bekommen hat, verspricht ein unglaublich phantastisches Album anzukündigen.

Fernweh

Doch weshalb zieht es uns Menschen, oder meinetwegen nur einen gewissen Teil davon, derart stark in die Ferne? Was macht den Reiz des (umher-)Reisens aus? Warum brennt in uns schon wieder das Fernweh, kaum das wir zuhause angekommen sind?

Ich persönlich war nie ein Kind, das wie so viele andere weinend im Bett oder auf der Luftmatratze jammerten, wenn sie ihre Eltern für 8 Wochen auf Kur oder nur 14 Tage ins Zeltlager geschickt hatten. Ich gehörte zu dem anderen Extrem und weinte viel mehr, wenn ich nach einem solchen Abenteuer wieder zuhause angekommen bis. Nicht weil ich kein schönes Zuhause gehabt hätte oder eine böse Mutter. Nein, so gesehen war Zuhause ein wunderbarer Ort.

Ich habe bereits in einem anderen Artikel davon berichtet, wie ich als Kleinkind entwurzelt wurde und seitdem keinen Ort als mein wahres, einziges Zuhause ansehen kann. Aber auch darum soll es hier nicht gehen.

Zwei Arten von Menschen

Ich glaube viel mehr, dass es zwei Arten von Menschen gibt: solche, die sich nach einem vertrauten, sicheren Umfeld sehnen, in dem sie genau wissen was auf sie zukommt und was von ihnen erwartet wird. Dieses Umfeld schmücken Sie so wie es ihnen gefällt und statten es mit allerlei netten, angenehmen und manchmal sogar praktischen Luxus aus.

Und dann gibt es die anderen, zu denen auch ich oder beispielsweise Patrick alias SEOM gehören. Wir wissen wie groß, vielfältig und farbenfroh unser wundervoller Heimatplanet ist und wir spüren die Sehnsucht in unserem Herzen, möglichst viel davon zu sehen bevor unser letzter Vorhang fällt. Wenn wir zu lange an einem Ort sind und uns Routine einzulullen droht, dann wird uns langweilig und wir werden unzufrieden. Nicht weil es daheim schlecht ist oder uns die lieben Leute dort nichts zu sagen haben.

Reisen als Spiegel

Nein! Vielmehr ist es so, dass wir auf Reisen immer neue Leute kennenlernen und fremde Orte entdecken. Das allein ist schon spannend genug. Doch noch viel wichtiger ist, dass diese Menschen und Orte wie eine Art Spiegel funktionieren und uns jede Menge über uns selbst offenbaren. Es handelt sich also ein Stück weit um Selbsterfahrung, wenngleich auch um die ungewöhnlichste Form der Selbsterfahrung.

Wenn man das erste Mal in vollem Ernst von einen Rebellen mit einer Waffe bedroht wurde, wenn man das erste Mal mit Brechdurchfall mitten im Dschungel liegt, wenn man sich das erste Mal in der Wüste verlaufen hat und das Wasser zur Neige geht oder wenn man Auge in Auge mit einem Löwen steht – Dann mögen dies nicht die freudigsten und angenehmsten Momente auf Reisen sein, doch sie verraten Dir so unglaublich viel über Dich selbst. Und natürlich waren dies recht extreme Beispiele, die man nicht mit aller Kraft zu suchen braucht. Auch in den alltäglichen Begegnungen und Begebenheiten ist so viel tiefe Weisheit zu finden. Wenn man sieht, wie unbefangen Kinder der unterschiedlichsten Kulturen und Hautfarben miteinander spielen, wenn man von einer Familie zum Essen eingeladen wird, die selber nicht genug hat oder wenn einem in einem liegen gebliebenen Bus heimlich und verstohlen vom Sitznachbar eine kleine Flasche Palmschnaps rüber gereicht wird.

Begegnungen mit Anderen sind auch immer Begegnungen mit Dir selbst!

Ob solche Begegnungen in einer All-Inklusive-Clubanlage so zu finden sind, wie wenn man die Welt auf eigene Faust erkundet, halte ich für fragwürdig. Nicht etwa deshalb, weil es in solchen Hotelburgen nicht auch tolle Menschen geben würde. Doch häufig ist der Hintergrund doch irgendwie der selbe. Es kollidieren keine Weltbilder und man muss sich auch nicht wirklich mit fremden Situationen abfinden, da der Reiseveranstalter schon dafür sorgt, dass sich die Gäste zurücklehnen können und von den Annehmlichkeiten des Club-Hotels angenehm in Watte gepackt werden.

„Feel Go(o)d“

Ganz klar! Auch diese Art des Reisens hat ihre Vorteile und hin und wieder genieße auch ich diese in vollen Zügen. Doch auf die Dauer wäre mir das zu wenig. Zu wenig neues, zu wenig unbekanntes, zu wenig herausforderndes und ja: zu wenig unbequemes.

Ich bin froh hier und dort auf der Welt meine Anlaufpunkte zu haben. Orte die mir vertraut sind und Menschen, die mich besser kennen. Aber mein persönliches Fernweh, zieht mich hin zum Unbekannten und Neuen.

Sternenstaub auf Costa Rica

Ähnlich muss es SEOM gehen. Denn nun geht seine Reise weiter nach Costa Rica. Genieße diese Bilder noch ein wenig, bevor wir endlich alle sein neues Album „Sternenstaub“ in den Händen halten können.

Ich wünsche Dir viel Spaß dabei und wie gewohnt:

Love and Peace!

P.S.: Sol8oltest Du SEOMs (noch) aktuelles Album „Spirit“ noch nicht kennen oder sein geniales Buch „Feel Go(o)d“ verpasst haben, so findest Du hier beides:

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