Verdammter Mist!

Verdammter Mist

Heute Nacht habe ich den bisher besten Bock in der Geschichte dieses Blogs geschossen. Ich habe alles platt gemacht… Zum Glück existiert noch die Datenbank mit den ganzen Artikeln, Statistiken usw., doch leider ist es nicht möglich, alles wieder mit einem einzigen Klick zu retten. Vielmehr muss ich jeden einzelnen Artikel neu einpflegen und das ganze zieht einen ganzen Rattenschwanz von Problemen nach sich.

Wie kam es dazu?

Seit meiner Rückkehr nach Deutschland sitze ich an einem ganzen Füllhorn von Projekten und dementsprechend verbringe ich täglich 15 bis 20 Stunden am Rechner. Heute Nacht waren es deutlich über 20 Stunden, die ich bereits im Tunnel war und dementsprechend erschöpft und unkonzentriert war ich. Dummerweise wollte ich „nur schnell noch“ eine WordPress-Installation durchführen, bevor ich mich ein wenig hinlegen wollte. Aber denkste…

In meinem übermüdeten Kopf habe ich leider die falsche URL ausgewählt und ein leeres WordPress-CMS auf diese Adresse installiert. Bämm! Alles gekillt.

Jedem, der sich nicht mit WordPress auskennt sei dazu gesagt, dass eine Datensicherung bei Weitem nicht so bequem und einfach ist, wie ein Backup auf dem eigenen Laptop. Man kann nicht einfach mal die Daten rüber ziehen und hat damit alles gesichert. Man hat jede Menge Datenbänke, die kryptische Pfade und Zahlenkolonnen beinhalten. Es handelt sich dabei um etwas völlig anderes als die Datenbanken, die Du aus Excel kennst. So ist ein einziges Feld beispielsweise der komplette Text eines Artikels, im nächsten Feld befindet sich der Link zum Artikelbild (nicht das Bild selbst), dann kommt vielleicht eine Zahlenkolonne, die angibt, welche Schlagworte mit dem Artikel verbunden werden sollen. Die Schlagworte befinden sich wiederum in einer anderen Datenbank und sind darin mit den Zahlen aus der anderen Tabelle verknüpft. Ich will Dich nicht mit zu vielen Details langweilen, aber hier nur ein Beispiel:

Würde ich nun einfach die Datenbank in die neue Installation importieren, dann bringt mir das überhaupt nichts, denn beispielsweise das Artikelbild befindet sich nicht mehr an der angegebenen Adresse. Ganz davon zu schweigen, dass die Datenbank eine gänzlich andere ID hat, als jene, die WordPress erwartet. Von 64-Bit-verschlüsselten Passwörtern muss ich erst garnicht anfangen. Kurzum: Wenn man nicht grade einen schweineteuren Backupservice in Anspruch nimmt, gibt es keinen anderen Weg, als alles per Hand wiederherzustellen…

Da kommt Freude auf!

Nun sitze ich also dran, in stunden- und tagelanger Arbeit alles wieder einzupflegen. Da aktuell allerdings die Zeit fehlt (und es mich sicher auch in den Wahnsinn treiben würde), die ganze Arbeit an einem Stück hinter mich zu bringen. Deshalb werde ich die alten Artikel nach und nach wieder einpflegen und zeitgleich ab und an auch neue Artikel hochladen. Ob wirklich alles (Kommentare zum Beispiel) zu retten sind, weiß ich nicht. Das wird sich zeigen.

War das Ganze womöglich Schicksal?

Ich versuche ja stets nach dem ersten Wutanfall das Positive in solchen Dingen zu sehen. Und so könnte es sein, dass dieser Unfall genau jetzt sein sollte. Denn in Zukunft werden hier auch Gastartikel von Freunden zu finden sein, die einen ähnlichen Lebensstil pflegen. Das soll die Inhalte abwechslungsreicher machen und auch in arbeitsintensiven Zeiten zu halbwegs regelmäßigen Veröffentlichen führen.

Außerdem lerne ich durch diesen Vorfall unglaublich viel über die Struktur von WordPress und die Arbeit mit den „nackten Datenbanken“. Und auch wenn es weh tut (nicht nur emotional), so ist solch ein Unfall auf einer unkommerziellen und vor allem eigenen Website weniger schlimm, als wenn es sich beispielsweise um ein Shopsystem eines Kunden handeln würde. Dann wäre die Kacke gar heftig am dampfen. So ist es einfach nur traurig und nervig.

So gesehen hatte ich Glück im Unglück und wer weiß, wofür es in der Zukunft gut war. Immerhin ist nicht alles verloren, auch wenn es sicher ein wenig dauern wird, bis alles wieder da ist. Möglicherweise kommt es auch zu dem ein oder anderen „Broken Link“, also Links, die nicht mehr funktionieren. Doch es geht weiter…

Für heute erst einmal die besten Grüße,

Love and Peace!

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