Do’s and Don’ts

Do's and Don'ts

Das Angebot für Touristen auf Sri Lanka ist unglaublich groß und wenn man nicht grade nach einem Nachtleben wie in Berlin sucht, so ist für jeden Geschmack etwas passendes zu finden. Natürlich ist nicht alles gut und ein schönes Erlebnis. Die ein oder andere Nummer ist die totale Touri-Abzocke.
In diesem Artikel verrate ich Dir meine persönlichen Do’s and Don’ts auf Sri Lanka.

Don’ts

Ich möchte gerne mit den Dingen beginnen, von denen ich persönlich abrate.

Das Elefanten-Waisenhaus in Pinawela

Ich möchte mit diesem bekannten Ausflugsziel beginnen, da es auf meiner Don’ts-Liste mit großen Abstand zu allem Anderen kommt. Abscheu, Ekel und Verachtung gehören eigentlich nicht zu meinem emotionalen Repertoire aber hier kam ich doch auch einmal in diesen Genuss.

Offiziell heißt es, dass hier elternlose Elefanten aufgepäppelt werden. Doch es braucht nicht einmal die Skepsis der Einheimischen hinter vorgehaltener Hand über diese Aussage, um ernste Zweifel an der Mildtätigkeit dieser Einrichtung zu bekommen. Den besten (oder eben schlimmsten) Eindruck davon, wie man den Elefanten hier „hilft“, bekommt man bei der Fütterung der Babys. Gegen einen saftigen Aufpreis kann man den kleinen eine Flasche Milch geben. Klingt erst einmal toll, stellt sich in der Praxis aber vollkommen anders da. Eingepfärcht in ein Metall-Gerüst und umringt von hunderten Touristen werden die kleinen hoffnungslos überfüttert, jede Flasche bringt schließlich zusätzliches Geld… 🙁

Solltest Du dennoch vor Ort sein und Elefanten sehen wollen, so empfehle ich, der Straße gegenüber des Eingangs bis zum Fluss hinunter zu folgen und Dich dort auf eine Restaurant-Terrasse zu setzen. Mehrmals am Tag werden die Elefanten aus dem Waisenhaus zum Fluss geführt um dort zu baden, und man muss kein Elefantenexperte sein um zu sehen, dass dies das Highlight ihres Tages ist.

Eine Edelstein-Manufaktur bzw. ein Edelstein-Museum

Im Grunde sind dies nur Synonyme für „Edelstein-Laden“. Je nach persönlichem Engagement der Betreiber gibt es zwar in der Tat ein paar Exponate und man könnte sogar einen scheuen Blick auf einen Edelstein-Schleifer werfen dürfen. Doch Sinn und Zweck des ganzen ist der Shop, der mindestens doppelt so groß ist und in dem an diversen Vitrinen bereits findige Verkäufer auf Kundschaft warten.

Solltest Du auf der Suche nach netten Edelsteinen und Schmuck sein, so spricht natürlich nichts gegen den Besuch einer solchen Einrichtung. Aber erwarte trotz der Bezeichnung „Manufaktur“ oder „Museum“ nicht, mehr als eine nette Verkaufs-Show geboten zu bekommen.

Ein Ayurveda-Garten

Im Grunde gilt hier das Gleiche wie auch für die Edelstein-Manufaktur. Und obwohl es durchaus auch sehr nett angelegte Gärten gibt, geht es hier hauptsächlich um den Verkauf der Produkte. Diese werden zum Teil recht aggressiv angepriesen und so kann der Besuch sehr schnell recht teuer werden. Der Besuch eines botanischen Gartens plus eine Ayurveda-Anwendung im Ressort kann den Ayurveda-Garten als Ausflugsziel ganz eindeutig ersetzen und übertrumpfen. Es sei denn, Du kommst explizit wegen des Ayurveda nach Sri Lanka- Dann könnte sich ein Besuch vielleicht trotz meiner Meinung lohnen.

Do’s

Auch hier sei vorausgeschickt, dass ich diese Punkte nach meinem ganz persönlichen Geschmack ausgewählt habe und jemand anderes diese Do’s ganz anders bewerten könnte.

Lions-Rock (Sigiriya)

Der Eintritt gehört mit rund 30 Dollar zu den teuersten Ausflugszielen und der Aufstieg kann für untrainierte Menschen oder körperlich eingeschränkte Personen sehr beschwerlich sein. Trotzdem sollte dieses berühmte Wahrzeichen Sri Lankas auf keinem Reiseplan fehlen. Am Fuße des Lions-Rock kostet es durchaus einiges an Durchsetzungsvermögen um sich keinen der „Tourist-Guides“ anzulachen. Doch all diese Umstände zahlen sich aus. Ich habe den Lions-Rock bereits viele Male bestiegen und einmal sogar im strömenden Regen. Jeder einzelne dieser Besuche hat sich gelohnt und wenn Du auf Sri Lanka bist, dann solltest Du wenigstens einmal auf diese Felsenfestung steigen.

Bahnfahrt

Eine Bahnfahrt auf Sri Lanka ist auf jeden Fall ein Erlebnis. Abenteuerlustige Zeitgenossen werden von der dritten Klasse begeistert sein, reisende mit einem gewissen Anspruch sollten allerdings schon frühzeitig ein Ticket für die erste Klasse Besorgen. Die Aussicht bestimmter Strecken machen eine Bahnfahrt gleich doppelt interessant. Ganz besonders zu empfehlen sind die Strecken nach Kandy und nach Ella. Hier ist die Aussicht auf einigen Abschnitten atemberaubend.

Die Snacks, welche von fliegenden Händlern im Zug feilgeboten werden, kann man generell bedenkenlos essen und meiner Meinung nach gehören diese Köstlichkeiten mit zum Erlebnis einer Bahnfahrt einfach dazu.

Jaffna

Touristisch ist der Norden Sri Lankas noch nicht wirklich wieder erschlossen. Inzwischen besteht aber kein Grund mehr zur Besorgnis, auch wenn es sicher noch immer keine gute Idee ist, abseits befestigter Wege über die Felder zu rennen. Es liegen noch immer vergessene Landminen herum, die Du mit Sicherheit nicht finden möchtest.

Jaffna selbst ist „auch nur eine Stadt“. Allerdings muss man hier nicht so sehr auf der Hut sein, um nicht gekobert und über den Tisch gezogen zu werden. Es stellt sich natürlich die Frage, wie sich die Stadt mit Rückkehr der Touristenströme entwickeln wird, doch aktuell wird man hier von weniger Einheimischen als wandelnde Brieftasche betrachtet als in Colombo.

Ein weiteres riesen Plus für Jaffna sind die vielen Ausflugsziele, die von hier aus mit einem Tuk-Tuk zu erreich sind. Ganz besonders zu empfehlen ist der Besuch der Insel Nainativu und der Covil (Hindu-Tempel) dort. Hier gibt es Mittags für alle Anwesenden Essen von den Bramanen, was ebenso empfehlenswert wie ein Erlebnis ist.

Aqua Inn Trincomalee

Dieses Hotel hat mich ganz besonders fasziniert, da es meinem Klisché eines Urlaubs in den Tropen entspricht. Hier wohnt man DIREKT am Strand und so das Wetter mitspielt verbringt man den ganzen Tag an selbigen. „Fernandos Bar“ hat köstliches Essen zu bieten (vor allem die Pizza aus dem Holzofen sollte man probiert haben). Selbstverständlich können alle Ausflugsziele in Trinco und um Trinco herum besucht werden (der Marble-Beach und die Hot-Wells kann ich sehr empfehlen.

High-Tea im Galle Face Hotel

Laut einiger Reiseführer gehört der Sonnenuntergang auf der Terrasse des GFH zu den schönsten der Welt. Dieses Hotel im klassischen Stil der Kolonial-Zeit gehört mit zu den besten Häusern Sri Lankas und der High-Tea am Nachmittag lohnt sich aus vielen Gründen. Sobald die Sonne untergeht, wird die Flagge unter viel Pomp und Getöse eingeholt, was ein echtes Erlebnis ist.

Jungle-Walk

Ein Spaziergang durch den Dschungel, geführt von einem Ranger, gehört zumindest für alle Naturbegeisterten zu den absoluten Highlights. Zwar solltest Du darauf achten, Deine Hose in die Socken zu stecken, ansonsten wirst Du von Blutegeln aufgefressen, und auch sollte Dir klar sein, dass eine solche Exkursion deutlich strapatziöser ist, als ein netter Spaziergang in einem deutschen Wald. Doch die Wildniss und die Artenvielfalt Sri Lankas entschädigen für all die Strapatzen.

Zahn-Tempel

Schließlich solltest Du auch nicht verpassen, den Zahn-Tempel in Kandy zu besuchen. Laut Legende soll in diesem Tempel ein Backenzahn von Buddha in einer Schatulle aufbewahrt werden. Ob dies nun wirklich der Fall ist oder nicht (es gibt gute Gründe für Zweifel daran) ist nicht wichtig, denn das ganz besondere Flair und Ambiente in diesem Zentrum des singhalesischen Buddhismus muss man erlebt haben. Sowohl im Inneren wie auch im Außenbereich bekommt man kulturell jede Menge geboten. Die öffentliche Show der Kandy-Dancers mag Geschmackssache sein, doch der Zahntempel darf bei einer Reise nach Sri Lanka einfach nicht ausgelassen werden.

Disclaimer

Ich möchte ausdrücklich betonen, dass es sich um meine persönliche Meinung handelt. Meine Do’s und Don’ts müssen nicht zwingend auch Deine sein. Natürlich kenne ich auch nicht alles und bin immer froh über Tipps und Anregungen. Deshalb lass mich und die Leser doch einfach Deine eigenen Insider-Tipps wissen und uns drüber quatschen. Ab damit in die Kommentare! ?

Was auch immer Dein eigener Reiseplan vorsieht, ich wünsche Dir viel Spaß!

Love and Peace!

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2 Kommentare

  1. Hallo Stefan!
    Ich würde dir noch die Peace Pagoda auf dem Rumassala Kanda in Unawatuna empfehlen, falls du sie nich nicht kennst. Der Besuch lohnt sich vor allem zum Sonnenuntergang. Nicht nur weil man von dort meilenweit über den indischen Ocean, und auf der anderen Seite das Hochland sieht, sondern auch weil dann der Altarraum geöffnet wird und jeden Abend eine Trommelzeremonie stattfindet. Jeder kann den Takt mit trommeln und dazu das Mantra des japanisch-Buddhisten Ordens mitsingen. Die Bedeutung des Mantrs ist: Möge ich Frieden in mir finden und Frieden in der Welt. Der Orden baut diese Friedens-Pagoden auf der ganzen Welt. Auch in Deutschland gibt es eine. Viel Spass beim googeln der Eunzelheiten.
    Kennst du den Ort?

    1. Hallo!
      Nein, kenne ich bisher noch nicht. Steht aber für meinen nächsten Trip auf dem Plan, sobald ich wieder zurück bin.
      Ich danke Dir für den Tipp.
      Love and Peace

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