Die eigene Mission entdecken

Die eigene Mission entdecken

Eine Frage begegnet mir in den Foren oder sozialen Netzwerken in letzter Zeit immer häufiger. Ich weiß nicht, ob dies nur meine Wahrnehmung ist, oder ob die Häufigkeit in der Tat ansteigt (gebt doch Euren Eindruck einfach mal in den Kommentaren ab 😉 …), doch immer wieder kommt die Frage danach, wie man die eigene Mission entdecken kann.

„Wie soll ich mir eine ortsunabhängige Arbeit aufbauen? Ich kann nichts von den typischen Jobs digitaler Nomaden… 🙁 „

Dabei ist dies überhaupt nicht möglich! Jeder und jede (wirklich alle) können irgendetwas, womit sich ein ortsunabhängiges Leben und ein Freiheits-Business realisieren lässt. Womöglich sieht man seine Fähigkeiten aus der individuellen Perspektive nicht richtig, hält man es doch für nichts Besonderes was man so kann. Doch es IST etwas besonderes, wenn man seit zehn Jahren eine glückliche Beziehung führt, super Kitesurfen kann, eine ganz besondere Verbindung zu Tieren oder Kindern hat, ein Lagerfeuer auch ohne Streichhölzer oder Feuerzeug entzünden kann, einen Basketball von der Mittellinie versenken kann oder einfach nur gut und gerne schläft (klingt blöd, aber dazu komme ich gleich…). Auch gibt es Menschen, die mit bestimmten Krankheiten dennoch ein erfülltes Leben leben, Menschen die trotz großer Lebenskrisen sich nicht haben unter bringen lassen oder „einfach nur“ wissen wie man atmet (auch zu diesem zuerst merkwürdig anmutenden Beispiel komme ich noch…). Ergo: JEDER und JEDE kann etwas oder hat Wissen, welches für andere Menschen interessant sein kann. Und genau damit lässt sich der erste Schritt in die ortsunabhängige Existenz machen.

Doch eines noch vorweg:

Diese Tatsache scheint mir bei vielen Berichten in den Medien und in manchen Blogs digitaler Nomaden ein wenig unterrepräsentiert zu sein:

Ortsunabhängig zu arbeiten bedeutet mit Nichten, den ganzen Tag faul in der Hängematte zu chillen oder die ganze Zeit wie im Urlaub herum zu reisen. Hauptsächlich bedeutet es das, was der Begriff „ortsunabhängiges arbeiten“ eigentlich recht gut verdeutlichen sollte: Hauptsächlich geht es, zumindest in den ersten Jahren, bis möglicherweise ein passives Einkommen (dazu in einem anderen Artikel oder in dem weiter unten eingebetteten Webinar-Mitschnitt mehr…) aufgebaut wurde, um die Arbeit. Der durchschnittliche digitale Nomade arbeitet nicht weniger sondern eher mehr als der stationäre Angestellte (Ausnahmen bestätigen die Regel…). Vor allem können wir die Arbeit und die Freizeit nicht so einfach strikt von einander trennen. Es wäre zwar gut und die Idealvorstellung, wenn wir abends keine geschäftlichen Mails mehr abrufen würden, doch die Realität sieht ganz anders aus.

Aber auch an dieser Stelle habe ich bereits eine Gute Neuigkeit: Wenn Du das machst, was Dir wirklich Spaß macht und Dich erfüllt, dann kommt Dir die Arbeit plötzlich nicht mehr wie Arbeit vor. Ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich das Büro verlasse, nach Hause fahre und dort direkt den Laptop wieder aufklappe und einfach weiter mache. Nicht weil ich muss, sondern weil es mir Spaß macht und ich auf der Heimfahrt schon wieder so viele neue Ideen hatte, die ich „nur kurz mal“ festhalten möchte. So wird ein Leben als digitaler Nomade schnell mal mit 16 Stunden täglicher Arbeitszeit gefüllt, allerdings ohne dass es wirklich wie Arbeit erlebt wird. Und das Wochenende kann dann natürlich für solche Ausflüge genutzt werden, für das unser Lifestyle so berühmt ist bzw. wegen dem so viele Menschen ebenfalls ortsunabhängig arbeiten wollen.

Dass dies aber nur ein kleiner Ausschnitt ist und Du zum Teil einiges an Selbstdisziplin aufbringen musst um in den wundervollsten Umgebungen trotzdem arbeitstechnisch zu funktionieren, das sollte Dir von Anfang an klar sein. Ansonsten wird das alles nichts, ganz gleich welche Techniken und Tricks ich sonst noch so für Dich auf Lager habe.

Und auch das muss mancher erst einmal verkraften:

Ein weiterer Trugschluss liegt darin, dass man als digitaler Nomade auch automatisch reich wird. Der Begriff „Freiheits-Business“ ist hier sehr hilfreich um das eigentliche Prinzip zu verstehen: Wir arbeiten in erster Linie nicht für Geld (klar, bis zu einem gewissen Grad muss auch dies vorhanden sein, aber eben nicht mehr als unbedingt nötig…), sondern für unsere Freiheit. Die Freiheit wann und von wo aus wir es grade wünschen.

Auch wenn man in den sozialen Netzwerken und Medien Bilder von uns an den schönsten Orten der Welt zu sehen bekommt, bedeutet das nicht, dass wir auf Bali im 5-Sterne-Ressort leben. Oft handelt es sich viel mehr um landestypische, schlichte Unterkünfte und die ausgelassenen Partys am Pool, bei denen wir mit Champagner um uns spritzen gehören auch eher ins Reich der Mythen. Bzw. kommen sie genau so häufig oder selten vor, wie in einem „normalen Leben“ in Deutschland.

Passives Einkommen…

Ja, wir haben den Hack mit dem passiven Einkommen inzwischen recht gut gemeistert und es gibt in unserer Szene sicher mehr Menschen mit einem solchen Einkommen, als es das in einem stationären Lifestyle gibt. Diese Art von Einkommen erlaubt es einem, mit der Zeit Geldströme aufzubauen, die dann nicht mehr direkt an deiner Arbeitszeit gekoppelt sind. Das bedeutet, Du hast Dir eine Art Leibrente aufgebaut und kannst irgendwann tatsächlich den ganzen Tag chillen… Wenn Du das möchtest… Aber das wäre ja viel zu langweilig. Doch bis das einmal so weit ist, hast Du viel Zeit, Energie und womöglich auch Geld in die Sache gesteckt ohne direkt etwas zu haben und, das ist oft noch viel herausfordernder, ohne zu wissen, ob sich die Sache überhaupt jemals auszahlen wird.

An dieser Stelle möchte ich nicht zu tief in das Thema „passives Einkommen“ einsteigen. Zu gegebener Zeit werde ich dazu einen extra Artikel verfassen und kann Dir bis dahin mein Webinar zu diesem Thema anbieten. Hier ist es:

Doch zurück zum eigentlichen Thema:

Wie findest Du Deine persönliche Mission, Deine Vision, Deinen Sinn des Lebens wenn Du so möchtest?

Das ganze ist natürlich ein recht komplexes Thema und wir können hier und heute nur den ersten Schritt zur Beantwortung dieser Frage machen. Selbst als recht fortgeschrittener NLPler kann ich Dir kein Format anbieten, dass diese Frage innerhalb von fünf Minuten beantwortet. Es braucht schon etwas mehr Zeit und zum Teil müssen die Dinge auch erst einmal etwas sacken und verarbeitet werden. Doch die Arbeit lohnt sich, geht es doch schließlich um Dein Leben. Und da dieses begrenzt ist, solltest Du möglichst schnell damit anfangen es so zu leben, wie es Dich glücklich macht. Dazu ist es im übrigen niemals zu spät und ich möchte Dir auch überhaupt nichts einreden. Solltest Du bereits heute glücklich wie Bolle sein, dann freut mich das für Dich und dann solltest Du Dich hierdurch nicht verunsichern lassen, den aktuellen Weg einfach weiter zu gehen!

OK! Nun aber los!

Lass uns den ersten Schritt auf der Suche nach Deiner Mission machen!

Nimm Dir zunächst ein paar Blatt Papier zur Hand oder öffne ein neues Textdokument auf Deinem Computer. Es sollte ein Medium sein, welches Dir liegt und mit dessen Hilfe Du möglichst zügig Notizen machen kannst.

Ich werde Dir nun ein paar Fragen stellen und Themen geben, zu denen Du bitte ganz ausführlich Antworten festhalten solltest. Lass wirklich alles raus und höre nicht auf, bevor Du Dir ganz sicher bist, dass alles wichtige dazu zu Papier gekommen ist, bzw. eben auf dem Computer festgehalten wurde!

Im Folgenden solltest Du vorerst auf zwei Dinge verzichten:

1. Nicht zensieren, bewerten, etc.!

Hätte ich mir ursprünglich verboten aufzuschreiben, dass ich gerne und lange schlafe und mir gesagt: „Das ist ja wohl kein Talent, mit dem man irgendetwas anfangen kann!“, dann hätte ich eine wertvolle Chance vertan. Ein paar Jahre später habe ich ein Buch geschrieben und ein Coaching-System entwickelt, bei dem genau dieses Talent zum Einsatz kam. Ich habe Ein System zum Erlernen von Klar-Träumen erstellt und diese ins Coaching eingebracht. Das zweite oben genannte Beispiel mit dem Atmen habe ich auf eines meiner eBooks bezogen. In diesem geht es um verschiedene Atemtechniken aus dem Yoga, dem Ayurveda, um das holotrope Atmen und vieles mehr. Du siehst, selbst nichts zu tun, zu faulenzen und zu schlafen oder eben „einfach nur zu atmen“ ist eine Gabe, aus der man etwas machen kann! Halte deshalb all Deine Gedanken und Ideen erst einmal fest, wie sie aus Dir heraus sprudeln! Ohne Zensur und ohne zu werten…

2. Vorerst nicht nach einer praktischen Anwendung suchen!

Man kann leicht dazu neigen, direkt nach einem Business-Case für die verschiedenen Neigungen, Interessen, Begabungen, Leidenschaften etc. zu suchen. Doch nicht in dieser Phase! Aktuell geht es erst einmal nur und ausschließlich darum, eine Bestandsaufnahme zu machen. Um eine praktische Anwendung kümmern wir uns später! Solltest Du Dir jetzt schon Gedanken darüber machen, wie sich mit etwas Geld verdienen lässt (oder eben scheinbar nicht), dann kann es erneut zu Zensur und Bewertung kommen oder Du verlierst Dich gar in Details.

Gut. Schalte nun das Handy und oder das Festnetz aus um nicht abgelenkt zu werden! Schließe die Tür ab, damit niemand rein kommt und nimm Dir die Zeit zur Beantwortung, die Du benötigst! Schreibe wirklich alles auf, ganz egal was es ist! Du befindest Dich in der Brainstorming-Phase und da ist wirklich alles erlaubt!

Und ab dafür!

Die Fragen

  1. Was sind Deine Hobbys? Wofür kannst Du Dich ganz persönlich und privat begeistern?
  2. Was geht Dir stets besonders leicht von der Hand? Wofür sprechen Dir andere Menschen Lob aus oder bewundern Dich sogar, selbst wenn Du nicht verstehen kannst, was daran so besonders sein soll?
  3. Worüber kannst Du die Zeit besonders gut vergessen? Bei welchen Dingen bekommst Du häufig nicht mit, wie die Zeit vergeht?
  4. Welche Dinge würdest Du selbst dann machen, wenn es dafür kein Geld gäbe oder Du dafür sogar bezahlen müsstest?
  5. Nimm an, Du wärst bereits Multimilliardär und müsstest nie wieder irgendetwas wegen des Geldes machen! Was würdest Du dann tun?
  6. Was waren die letzten Bücher, die Du gelesen hast? Was die letzten Filme die Du angeschaut hast?
  7. Welche YouTube-Channels schaust Du regelmäßig und welche hast Du abonniert?
  8. Wer sind Deine ganz persönlichen Helden, Stars und Idole? Warum?
  9. Wen Du in den nächsten 24 Stunden gezwungen werden würdest 1.000.000 Euro halbwegs sinnvoll auszugeben, egal ob für Dich oder andere, was würdest Du mit dem Geld machen?
  10. Was für Träume und Berufswünsche hattest Du als Kind?
  11. Was hast Du als Kind für Spiele gespielt und in welchen bist Du besonders gut gewesen?
  12. Was sind, so far, die schönsten Momente oder Tage in Deinem Leben gewesen? Was hat sie so außergewöhnlich gemacht?
  13. In was für Clubs und Vereinen bist Du Mitglied?
  14. Welches sind Deine meistbesuchten, themenbezogenen (nicht Google, Facebook, Wikipedia…) Websites?
  15. Welche Blogs ließt Du und welche Podcasts hörst Du?
  16. Zu welchen Themen fragen Dich Bekannte und Verwandte immer wieder um Rat?
  17. Was für Gesprächsthemen sind für Dich und Deine Freunde ganz typisch?
  18. Zu was für Themen bist Du möglichst immer auf dem Laufenden?
  19. Was war in der Schule Dein Lieblingsfach? Warum?
  20. Und in welchen Fächern bist Du gut gewesen ohne Dich groß dafür anstrengen zu müssen?
  21. Stell Dir vor, die gute Fee käme bei Dir vorbei und Du hättest drei Wünsche frei. Was würdest Du Dir wünschen?
  22. Würde Dir ein Arzt mitteilen, dass Du nur noch ein Jahr zu leben hättest, was würdest Du unbedingt noch machen wollen?
  23. Welche Dinge in Deinem Leben missfallen Dir? Was möchtest Du nicht mehr tun müssen?
  24. Wovor hast Du die meiste Angst bzw. die meisten Bedenken wenn es darum gehen würde, Dein Leben komplett zu ändern und auf den Kopf zu stellen?
  25. Was kannst Du überhaupt nicht und was macht Dir gar keinen Spaß?
  26. Was waren bisher in Deinem Leben die größten Probleme, Hindernisse und Rückschläge? Wie bist Du über sie hinweg gekommen?
  27. Wenn Du ein Gemüse oder Obst wärst, was würdest Du dann sein? Warum?
  28. Wenn alles möglich wäre und es keine Grenzen gäbe, wie sähe dann Dein Perfekter Tag aus? Beschreibe den Ablauf sowohl privat, wie auch beruflich!

Auswertung

Lass Dich zunächst einmal nicht von Frage 27 verwirren. Nein, sie ist nicht Teil eines merkwürdigen Persönlichkeitstests, ich mache mich nicht über Dich lustig und ich bin auch nicht balla-balla. Die Frage nach dem Obst oder Gemüse ist eine Seperator-Frage. Solche konfusen Fragen nutzen wir im NLP um Dich aus der Bahn zu werfen und emotional den „Reset-Button“ zu drücken. Vor dieser Frage hatte ich unangenehme Fragen gestellt, die Dich womöglich in einen schlechten Mood (den so genannten Stuck-State) gebracht haben. Da ich Dich aber nicht entlasse, wenn Du so richtig scheiße drauf bist, musste ich zum Abschluss noch etwas fragen, was Dich wieder in einen positiven Modus bringt, dich zu Träumen veranlasst und Dir ein gutes Feeling gibt (s.g. Ressource-State). Doch um die negativen Gedanken nicht mit in die Beantwortung dieser Frage hinein zu bringen, habe ich den Strom der Emotionen mit einer total komischen Frage unterbrochen. Keinen anderen Zweck hatte Frage 27… NLPler wirken halt oftmals ein wenig crazy, auch wenn wir es nicht unbedingt sind… wobei… naja… aber lassen wir das 😉 …!

Gehe die Antworten nun alle noch einmal durch und achte dabei auf Themen und Motive, die immer wieder vorkommen! Mache auch hier noch nicht den Fehler, auf scheinbar Nützliches und Anwendbares mehr Wert zu legen als auf rein private Interessen. Häufig sind genau dort die Diamanten in Deinem Leben vergraben, ohne dass es Dir selbst bewusst ist.

  • Welche Themen kommen immer wieder oder zumindest mehrfach vor? Mache eine Liste!
  • Welche dieser Themen könnten auch für andere Menschen interessant sein?
  • Welche dieser Themen sind so speziell, dass sich dafür wohl nur wenige Menschen interessieren?
  • Welche dieser Themen liegen Dir persönlich ganz besonders am Herzen (ganz gleich was andere davon halten mögen und ob sich dies auf den ersten Blick irgendwie geschäftlich nutzen lässt!)
  • Nun ist noch Platz für spontane Ideen vorhanden. Sind Dir schon welche gekommen? Oder sind Dich irgendwo besondere Gefühle oder Eingebungen überkommen? Nimm Dir Zeit und lass alles raus, was noch nicht raus durfte / konnte / sollte…!

Nimm Dir die nötige Zeit um alles sacken zu lassen, es zu überarbeiten und auch um einfach mal hinein zu spüren ob etwas ergänzt, korrigiert, verbessert werden muss.

Bei diesem Abenteuer wünsche ich Dir viel Spaß!

Gerne stehe ich Dir auch persönlich zur Seite und beantworte Fragen. Sende mir dazu einfach eine eMail an stefan@geilesleben.com

Beim nächsten Mal machen wir an dieser Stelle weiter. Bis dahin wünsche ich Dir eine gute Zeit!

Love and Peace

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