Co Working Places in Colombo

Co Working Places in Colombo

Auf der Suche nach einer angemessenen Arbeitsumgebung war ich einige Jahre, leider erfolglos, auf der Suche nach einem Co Working Space in dem ich flexibel bin und keine Unsummen für Schnick-Schnack ausgebe, den ich zum Arbeiten an sich nicht benötige. Heute habe ich mir einmal die Räume des Colpetty-Place von „Entrepreneur Hubs Sri Lanka“ angeschaut und habe nun wohl auch für die Arbeitstätigkeiten endlich eine adäquate Home-Base auf Sri Lanka gefunden. In diesem Artikel berichte ich Dir von meinen Erfahrungen und erkläre, was es mit diesen Co Working Places auf sich hat.

Ortsunabhängig arbeiten heißt in erster Linie „arbeiten“!

Ortsunabhängiges Arbeiten bringt einige Annehmlichkeiten mit sich. Als größter Pluspunkt wird dabei sicherlich die Freiheit empfunden, selbst zu entscheiden, wann und von wo aus man arbeiten möchte. Natürlich gibt es auch einige digitale Nomaden, die auf bestimmte Zeitpunkte festgelegt sind – es gibt keinen verbindlichen Blueprint für unsere Gattung – doch bei den meisten nomadischen Lebensentwürfen ist man in der Tat zeitlich und örtlich flexibel. Das bedeutet dass man in der Tat die Freiheit hat, die Welt zu bereisen und so einiges von unserem schönen Heimatplaneten zu sehen bekommt. Doch auch wenn einem dies Medien oder diverse Websites zum Thema überhaupt nicht oder nur unzureichend mitteilen: das Reisen ist eben nur ein Teil des Deals und zumindest in den ersten Jahren nicht der dominante.

Zu aller erst einmal kommt die Arbeit und diese sollte unter angemessenen Bedingungen erledigt werden. Doch wie so häufig, liegen Freud und Leid nah beieinander, und so stellt sich bei einem genaueren Blick die örtliche Unabhängigkeit nicht selten als Fluch heraus. Wer einmal in Asien oder Süd Amerika auf der Such nach einem halbwegs vernünftigen Internetzugang gewesen ist kennt es: zig verschiedene Passwörter, Server die grade so noch überhaupt Daten durch pumpen, ans Skypen ist da erst gar nicht zu denken, und wenn mal ein Meeting ansteht, welches in einer professionellen Umgebung mit entsprechender Ausstattung stattfinden sollte, dann ist die Strandbar oder der Hotel-Pool sicher nicht der geeignete Ort um „in den Tunnel“ zu gehen.

Co Working Places sind hier die übliche Antwort auf solche Unwägbarkeiten. Grade in Gebieten, an die es viele digitale Nomaden zieht, sind solche „Gemeinschafts-Büros“ in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden gesprossen. Doch längst ist das konzentrierte Arbeiten unter optimalen technischen Bedingungen nicht der einzige Grund, weshalb man ein solches Hub besucht. Hier wird viel Networking betrieben, man trifft auf andere digitale Nomaden, tauscht sich aus, spinnt an gemeinsamen Ideen herum, erhält frischen Input, Inspiration und Hilfestellung. Außerdem hat man mit großer Wahrscheinlichkeit hier die besten Chancen, neue Business-Partner aber auch gleichgesinnte Freunde zu treffen. So erfüllen Co Working Places inzwischen neben dem professionellen Zweck auch soziale Aufgaben.

Internet auf Sri Lanka? Pain in the ass!

Sri Lanka ist eine Nation, die sich erst langsam für digitale Nomaden erschließt. Mich selbst zieht es aus vielen Gründen auf diese Tropen-Insel. Meine Verlobte und baldige Ehefrau ist ein Beispiel, die unglaubliche Natur und Kultur Sri Lankas ist ein weiteres. Es gibt also valide Gründe, weshalb ich genau hier her komme und nicht irgendwann frustriert das Handtuch werfe um in ein Land zu ziehen, dessen Infrastruktur deutlich besser ist.

Doch grade das Thema Internet ist seit jeher ein wahrer Schmerz in meinem Allerwertesten und häufig bin ich froh gewesen, dass ich zum Arbeiten nicht komplett auf einen Internetzugang oder gar ein schnelles Netz angewiesen bin. Schreiben kann ich schließlich auch ohne eine Netzanbindung und so hat es mir bisher die Laune noch nie verhagelt, wenn wiedermal ein Vermieter auf Booking.com angegeben hat, dass er kostenloses WiFi zur Verfügung stellt, sich vor Ort dann aber heraus gestellt hat, dass es entweder überhaupt kein WiFi gibt, dieses nur zu bestimmten Zeiten verfügbar ist oder mit rasanten 64kb/s einer Schnecke gleich vor sich hin schleicht. Dies wird Dir auf Sri Lanka grade bei günstigeren Herbergen immer wieder passieren und es ist schon erstaunlich, wie viele Router ausgerechnet am Tag Deines Aufenthaltes spontan kaputt gegangen ist…

Kurzum: Bislang gehört Sri Lanka nicht grade zu den ersten Destinationen digitaler Nomaden und auch wenn sich die Unannehmlichkeiten zumindest mit Hilfe von Locals teilweise kompensieren lassen, so gibt es auch heute außerhalb der großen Städte doch noch immer Grund zum Verzweifeln. Nach und nach aber wandelt sich dies und zumindest in Colombo gibt es schon heute mehrere Co Working Places, die gut ausgestattet und zum Teil auch 24 Stunden lang geöffnet sind.

Es bietet sich also inzwischen ohne Probleme an, z.B. wochentags in Colombo zu arbeiten um dann am Wochenende Sri Lanka zu erkunden. Sicher, für den ein oder anderen Ausflug muss man auch einmal ein verlängertes Wochenende einplanen, doch mit den „Entrepreneur Hubs Sri Lanka“ gibt es inzwischen keinen Grund mehr, weshalb man nicht auch hier adäquat arbeiten könnte.

Mein Besuch der „Entrepreneur Hubs Sri Lanka“

Heute habe ich das Colpetty-Hub besucht und wurde nicht enttäuscht. Der Empfang war sehr freundlich, mir wurde alles gezeigt und der erste Besuch war komplett gratis um zu sehen, ob dieses Hub zu mir passt (bzw. auch umgekehrt). Neben allem, was der digitale Nomade zum Arbeiten braucht – ausreichend Platz inklusive – gibt es hier Wasser und Heißgetränke gratis. Das Internet läuft stabil und schnell und meine Mitstreiter machen alle einen supernetten Eindruck. Die Englisch-Kenntnisse sind hier deutlich besser als im singhalesischen Durchschnitt und so wird man hier auch mehr Hilfe als das übliche „No Problem, Sir!“ erhalten.

 

Neben einem Monatsbeitrag (15.000 LKR, ca. 90€) kann man ebenso auf Tagesbasis vorbei kommen (2.000 LKR, ca. 12€) oder den Co Working Space auch nur für einen halben Tag in Anspruch nehmen (1.000 LKR, ca. 6€). Bei einem monatlichen Vertrag (jederzeit kündbar) kann man auch die anderen drei Hubs in Colombo (diese sind 24/7 geöffnet) nutzen. Dies ist ganz besonders nützlich, da der dichte Verkehr auf Colombos Straßen ein Ausweichen in ein anderes Hub anbieten könnte.

 

Fazit:

Auch wenn ich mir in den letzten Jahren auf Sri Lanka den ein oder anderen Work-around für die Schwierigkeiten mit der Verbindung zum Internet erarbeitet habe (Handy als mobile Hotspot, mobilen Router auf Reisen ständig dabei, Content vorproduzieren und dann bei Gelegenheit ins Netz schießen und Veröffentlichung terminieren…), so werde ich in Zukunft wohl doch häufiger in den Co Working Places von „Entrepreneur Hubs Sri Lanka“ anzutreffen sein. Jeden Nomaden und auch stationären Entrepreneuren auf Sri Lanka kann ich diese Einrichtungen sehr empfehlen!

Work hard, play harder! Have fun!

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