Alkohol auf Sri Lanka

Alkohol auf SriLanka

Wer sich in einem unglaublich schönen, farbenfrohen und artenreichen Tropenparadies mit den wahrscheinlich liebsten Menschen der Welt befindet, der schaut vielleicht von einem Hügel über den Regenwald raus aufs Meer und denkt sich: „Jetzt fehlt nur noch ein gutes, kühles Bier und dann wäre die Welt perfekt…“. Kein Problem!

Denn auch wenn sich das Thema Alkohol auf Sri Lanka nicht ganz so einfach gestaltet wie in Deutschland, und das durchschnittliche Fassungsvermögen eines Europäers hier mit einer Mischung aus Bewunderung, Belustigung und Bestürzung betrachtet wird, am Ende des Tages ist hier doch alles zu bekommen was das Herz begehrt. Man muss nur wissen wie…

Der Liquor-Shop

Alkohol ist hier nicht im Supermarkt zu bekommen. Das heißt inzwischen schon, aber nur in einigen wenigen Supermärkten und stets strikt getrennt von allen anderen Waren. So kommt man sich ein wenig vor, als würde man den hinteren Bereich einer Videothek betreten, in dem es all das gibt, was Kinderaugen nicht sehen sollen.

Alternativ dazu, und in ländlicheren Gegenden eher der Regelfall, gibt es den so genannten „Wine-Store“ oder „Liquor-Shop“. Wer hier nun aber einen erlesenen Weinhandel wie in Deutschland erwartet, in welchem sich Connaisseure über die Spitzenweine südafrikanischer Best-Lagen unterhalten, wird mittelschwer geschockt sein. Es handelt sich viel mehr um eine Art schmuddelige Durchreiche mit dem verruchten Touch eines holländischen Hinterhof-Coffeshops. Wer das Gefühl hat, etwas verbotenes zu tun, oder wen Angst beschleicht, jeden Augenblick vergewaltigt, ausgeraubt und umgebracht zu werden (nicht zwingend in dieser Reihenfolge), der hat das Konzept des Wine-Stores vollkommen richtig verstanden.

Prinzipiell ist jeder zahlende Kunde am Alkoholausgabe-Loch willkommen. Frauen sind, wenn auch legal, hier allerdings die absolute Ausnahme. Einheimische Frauen sind hier praktisch niemals anzutreffen und wenn sich doch einmal eine wagemutige Frau an die Gitterstäbe eines Liquor-Shop verirrt um Alkohol zu kaufen, so handelt es sich auf jedem Fall um eine Touristin. Damen sei eine Supermarkt-Filiale mit Spirituosen-Fachhandel empfohlen, die es zumindest in größeren Städten gibt. Alternativ lassen sich auch alle Tuk-Tuk-Fahrer für ein kleines Trinkgeld dazu bewegen, den Weg an die Durchreiche zu übernehmen.

 

 

Preise

Alkohol ist auf Sri Lanka teurer als in Deutschland, was auf kaum ein anderes Produkt zutrifft. Für eine Flasche importierten Vodka, Rum oder Whiskey sollte man rund 15 bis 20 Euro kalkulieren, für europäisches oder amerikanisches Bier etwa 6 Euro die Dose á 500 ml. Als lokale Spirituose bietet sich der Arrack an, zu welchem Du in diesem Blog einen eigenen Artikel findest, und der je nach Sorte ab ca. 7 Euro die Flasche zu bekommen ist. Das Ortsansässige „Lion Lager“ ist vom Geschmack und der Qualität her mit europäischem Pilsner identisch (holländische Braumeister zeichnen dafür verantwortlich) und mit 1,50 € ist dies die deutlich clevere Wahl als importiertes Bier.

Als Tourist kannst Du aber auch in allen Hotels mit Bar ein breites Angebot an Alkoholika finden, wobei auch hier die Preise denen in Europa entsprechen und so ein Glas Whiskey üblicherweise teurer als ein ganzes Abendessen inklusive Vorspeise und Dessert sein kann.

Trinken in der Öffentlichkeit

Das Trinken in der Öffentlichkeit (außer in Bars, Restaurants und Hotels), ist verboten und kann im schlimmsten Fall zu einer empfindlichen Geld- oder gar Gefängnisstrafe führen. Aus diesem Grunde hält sich auch stets eine heitere Traube Sprit-Brüder vor der Durchreiche auf, die sich nach und nach Flachmänner mit dem günstigsten Sprit besorgen (Achtung, sie drängeln sich ungeniert vor und das solltest Du so auch akzeptieren…) um ihn direkt weg zu exen.

Alkohol im Straßenverkehr

Womit wir bereits beim nächsten Punkt zum Thema Alkohol wären:
Denn oft schütten sich diese Jungs zwei drei Flachmänner nacheinander hinter die Binde und setzen sich danach in ihr Tuk-Tuk oder auf das Motorrad um nachhause zu fahren. Zwar rate ich insgesamt davon ab auf Sri Lanka selbst zu fahren, doch auf gar keinen Fall solltest Du Dir ein Beispiel an den Jungs vor dem Wine-Store nehmen und alkoholisiert aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Solltest Du angehalten werden und eine Alkoholisierung festgestellt werden, dann wirst Du ein ganz exklusives Ausflugsziel erleben: den singhalesischen Knast. Und glaube mir, den willst Du nicht von innen kennenlernen.

Alkohol-to-go

Auch das Trinken im Tuk-Tuk oder im Taxi ist untersagt und kann neben Beschimpfungen des Fahrers ebenfalls zu juristischen Konsequenzen führen. Alkohol sollte also stets ohne großes Aufsehen gekauft, dann diskret transportiert und daheim hinter verschlossenen Türen getrunken werden. In Hotels ist dies natürlich etwas anderes, wobei die Ressorts allerdings strikt darauf bestehen, keine Alkoholika und Spirituosen von außerhalb mitzubringen.


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